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END OF GREEN, BLOOS & TEARS, SILENCE, ATROPO’S MACHINERY live in Geiselwind – Impressionen

END OF GREEN – Geiselwind – 16.12.2011
Support: BLOOS & TEARS, SILENCE, ATROPO’S MACHINERY

Die Jungs von SILENCE aus dem Raum Kitzingen hatten sich gedacht, dass es seine schöne Sache wäre ihre schwäbischen Freunde von END OF GREEN, mit dem sie schon öfters in der Vergangenheit gespielt haben, einzuladen um gemeinsam mit ein paar begeisterten Fans einen tollen Abend zu verbringen. Gesagt, getan und im Schlepptau zwei weitere Bands.

Den Beginn machten BLOOD AND TEARS von derer Existenz ich bis zu diesem Tage keinen blassen Schimmer hatte. Mit ihren Mix aus Neue Deutsche Härte, Gothic Rock und Pop, irgendwo zwischen OOMPH! und SUBWAY TO SALLY und einen Sänger der an Bela B von DIE ÄRZTE erinnerte, wussten die Jungs durchaus zu gefallen. Lediglich der schlecht abgemischte Sound sorgte für Missfallen aller Beteiligten. Eine sehr verhaltene Publikumsreaktion lag sicherlich auch daran, dass die Band recht unbekannt war und die meisten eh nur, wie sich später zeigen sollte, wegen END OF GREEN da waren.

Viel besser war der Sound bei den Lokalmatadoren und Organisatoren dieses Rockabends auch nicht, ganz im Gegenteil! Nichts desto trotz gaben SILENCE ihren Suicidal Metal Rock zum Besten. Wie erwartet verhielten sich die Jungs, ganz in Gegensatz zu ihren Namen, alles andere als still. Trotz miesen Sounds – hatte der Mischer eigentlich Kartoffeln auf den Ohren? – hatten die Jungs ihren Spaß und schafften es die Leute vor der Bühne zum Bangen und mitklatschen zu animieren. Neben Songs älteren Datums wie das unverwüstliche „Lady Farewell“ oder auch „Leave“, die immer wieder für gute Laune sorgen, schafften es im Set auch ein paar neue, noch nicht veröffentlichte Songs, die sich perfekt ins SILENCE-Archiv einreihen lassen. „Monochrom“ hieß das eine, schön rockig, und „Bury By My Own“ das andere, eine überaus coole balladeske Nummer, getragen von Keyboard-klassisch angehauchten Melodien mit rockigen Zwischenteil. Stefan und Co. hatten sichtlich viel Spaß an der Backe und ließen sich von der überschaubaren, relativ zurückhaltenden Menge und vom grottigen Sound nicht demotivieren. Daumen nach oben für diese „Was soll’s, scheiß drauf“-Mentalität. Trotzdem das nächste mal hoffentlich unter besten Bediengungen.

Nach einer relativ kurzen Pause standen die schwäbischen Gothic-Rocker END OF GREEN auf der Bühne, stimmten schnell noch ihre Instrumente und legten ganz unprätentiös los. Wie von Zauberhand war jetzt der Sound auch glasklar (woran das wohl lag?). Jedes Instrument konnte man perfekt vernehmen und die zusammen nach vorne verfrachteten Zuschauern konnten sich die ziemlich intensive und melancholische Schönheit, die END OF GREEN-Songs auf einer ganz besondere Art und Weiße imstande sind zu erzeugen, nun vollstenst hingeben. Von Anfang an agierten die Musiker um Michelle Darkness mit voller Inbrunst, als ob die Halle ausverkauft wäre. Die Seitenfraktion schüttelte ihre Haarpracht zu den einzelnen Songs, Sänger Michelle, der super bei Stimme war, wirkte generell etwas in sich gekehrt und hielt sich sonst auch mit Ansagen zurück. Man merkte jedoch, dass hier Musiker auf der Bühne standen, die ihre Musik leben und genießen. Dazu braucht es eben keine großen Gesten. Man konnte sich kaum den unwiderstehlichen Melodien entziehe. Songs wie „On The Highway 69“, „Every Other Day“ oder auch „Bury Me Down“ kann man nur lieben, egal ob man Gothik oder Heavy Fan ist! 100 Minuten intensiver Brachialromantik können kaum schöner sein. END OF GREEN konnten sich ohne Gewissensbisse auf die Schulter klopfen und sich sicher sein ein sehr starkes Konzert abgeliefert zu haben und nur zufriedene Fans zurückgelassen zu haben.

Wie nicht anders zu erwarten war, lichteten sich die Reihen zunehmend nach diesem famosen Auftritt und die letzte Band des Abends, ATROPOS’S MACHINERY, musste sich mit einer sehr spärlichen Masse zufrieden geben. Mit ihrer Mischung aus Gothic Rock, Dark Wave und Industrial konnten sie aber nur wenige der da noch gebliebenen begeistern. Nicht, dass es schlecht war, was geboten wurde, jedoch zu unpassend zum restlichen Programm des Abends. Dem entsprechend, bis auf einige wenige mitgebrachten Freunde, interessierte das was zur späten Stunde auf der Bühne geschah kaum jemanden noch.

Im Groß und Ganzen war es ein gelungener Abend und es durfte kaum jemanden gegeben haben der sein Kommen bereut hatte. Zumal auch ein Ticketpreis von 17,00 € ziemlich günstig und fanfreundlich war. Das Ganze schreit auf jeden Fall nach einer Wiederholung, und hoffentlich mit etwas mehr Publikumszuspruch.

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